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Unsere Pferde:
Wir arbeiten mit Araber und Berber-pferden:
Der Araber:
Wenn Sie gerne reiten, haben Sie von Araberpferden gehört. Dieses Pferd ist das Sinnbild von Schönheit, Grazie, Schnelligkeit und Beweglichkeit und hat eine große Geschichte, die bis 8000 v.Chr. zurück reicht. Es ist die älteste Pferderasse und außerdem auch die einzigartig in der equestrischen Welt ist ihre Geschichte eng mit den Beduinen verwoben, die als die besten Pferdehüter der Welt gelten.
Die Legende über die Entstehung des Araberpferdes entstand vor Tausenden von Jahren und wurde über Generationen von den Beduinen mündlich überliefert. Die Geschichte geht so: Gott nahm eine Handvoll Südwind, formte daraus ein Pferd und sprach zu ihm "Ich schöpfe Dich und heiße dich Araber.....Ich mache Dich zu einem der Wunder dieser Erde........Ich schenke Dir den Flug ohne Flügel......"
Im Glauben der Beduinenstämme ist das Pferd ein Geschenk Gottes und musste als solches über Tausende von Jahren als reine Rasse erhalten werden. Dieses Pferd war mit allen notwendigen Eigenschaften, um in der rauen Wüste zu überleben, ausgestattet. 
Die Araberpferde sind bekannt für seine sanfte und liebevolle Art, sein großartiges Aussehen und ihren stolzen Charakter. Sie sind auch für ihre Ausdauer und Schnelligkeit auf langen Wüstenwanderungen bekannt. Die Behändigkeit des Araberpferdes in Stammeskämpfen ist legendär.
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Bis heute hat das Araberpferd die Ähnlichkeit mit seinen Vorfahren außergewöhnlich gut bewahrt, allerdings wurde es etwas größer. Es ist doch leichter und kleiner als andere Pferderassen. Die durchschnittliche Größe ist zwischen 14,1 und 15,2 Hand Schulterhöhe und das Gewicht zwischen 850 und 1100 kg. Neben seinem charakteristischen Aussehen, hat dieses Pferd auch einmalige körperliche Merkmale. Die Rasse hat 17 Rippen, 5 Lendenwirbel und 16 Schwanzwirbel, die anderen Rassen haben 18 Rippen, sechs Lendenwirbel und 18 Schwanzwirbel.
Ein anderes spezielles Merkmal dieser Rasse ist, dass man den Hengst höher einschätzt als die Stute. Die Linie folgt dem Hengst. Trotzdem wird die Stute von den Beduinen als Besitz geschätzt. Die Stuten sind bei Überfällen am liebsten verwendet worden, da sie nicht nach den feindlichen Pferden schnappten.
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Es ist den alten Beduinen zu verdanken, dass die Rasse bis heute so rein erhalten wurde. Der Stammbaum wurde von ihnen mündlich überliefert und jedes einzelne Araberpferd kann bis zu seinem "Wüstenstamm" zurückverfolgt werden, d.h. bis dahin, wo es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt. Wegen der großen Bedeutung eines reinen Stammbaumes, wird dieses System des "Wüstenstammes" allgemein als authentische Grundlage der Vererbungslinie akzeptiert.
Die Beduinen behalten auch ihren Ehrenplatz als die ersten, die sich um die Araberpferde gekümmert und sie geschützt haben. Ihre Integrität wurde eifersüchtig bewacht und sie haben größten Wert darauf gelegt, dass es keine Kreuzungen mit den "Kadish"-Hengsten gab. Man ist fest davon überzeugt, wenn eine Stute einmal von einem fremden Hengst gedeckt wurde, sie für immer verdorben wäre und nie wieder reinrassige Nachkommen produzieren könnte.
Es haben sich fünf Hauptlinien der Araberpferde herausgebildet. Allgemein unter dem Namen "Al Khamsa" bekannt, sind das Kehilan, Seglawi, Abeyan, Hamdani, und Hadban. Dies sind direkte Linien und keine Kreuzungen. Die Namen sind auf die verschiedenen Scheichs der diversen Stämme zurückzuführen.

Das Araberpferd hat eine reiche Geschichte. Als erstes wurde diese herrliche Rasse von den Beduinen domestiziert. Mit der Zeit verbreitete sich die Geschichte vom "Pferd, das ohne Flügel fliegt". Auch in den in Gräbern und Tempeln der Pharaonen finden diese Pferde Erwähnung. Auf den Inschriften von Pharao Thutmoses III, seines Sohnes Amenophis, Ramses II und Piankhi sind reine Araberpferde abgebildet.
Die Araberpferde ziehen sich durch die gesamte Geschichte Ägyptens. Prophet Mohamed sagte: "Jeder Mann liebe sein Pferd." Der Mamelukeneroberer Ahamad Ibn Tulun baute Palastgärten für seine Pferdesammlung.
Sir Walter Scott frohlockte, dass diese Pferde die Besetzung Ägyptens durch Richard Löwenherz verhindert hätten: "Sie verschmähten den Sand hinter sich, sie schienen die Wüste vor sich zu verschlingen, Meilen erschienen wie Minuten, aber ihre Kraft schien unerschöpflich..."
Als Napoleon 1798 das mamelukische Reich besiegte, entdeckte er diese außerordentlichen Araber. Die Rasse interessierte ihn leidenschaftlich. Nach dem Abmarsch der Franzosen regierte Mohamed Ali der Große, Ägypten. Er wird als Gründer der besten Arabergestüte angesehen und gewährleistete damit den Fortbestand der Zucht.
Die Pharaonen des alten Ägypten, die Beduinen, Napoleon, George Washington, Tchingis Khan und Alexander der Große, alle wählten die Araber zu ihrem Reitpferd.
Als Pferdeliebhaber sollten Sie unbedingt selbst erleben, wie es ist auf dem reinrassigsten Pferd der Geschichte durch die Wüste zu reiten.
Der Berber:
Nicht bewiesene Theorien behaupten, das heutige Berberpferd habe die Eiszeit als eine der zahlreichen bekannten und unbekannten Wildpferdegruppen in fruchtbaren Küstenregionen überlebt und sei daher älter als sein wesentlich bekannterer Artgenosse, der Araber. Die dominanten Erbanlagen dieser zähen Wüstenpferde haben sich über die Jahrhunderte erhalten. Schon der Grieche Xenophon (400 v.Chr.) berichtet anerkennend über kleine, nordafrikanische Kriegspferde in seiner Schrift “Über das Reiten“, römische Berichte erzählen von Pferden aus Marokko, Algerien und Tunesien. Wir können davon ausgehen, dass damit die Vorfahren der Berberpferde, auch Barbe genannt, gemeint waren. Durch die islamische Eroberungszüge im 7. und 8. Jahrhundert, die zum Teil bis nach Frankreich hineinführten und der Besetzung Spaniens, wurde der Berber in die europäische Pferderasse eingekreuzt. Mit der Entdeckung Amerikas durch Columbus und der Verschiffung spanischer, schon damals von Berberblut hochbeeinflussten Pferden, führte sich die Berberlinie sogar nach Nord- und Südamerika fort. Man kann also behaupten, der Berber ist neben dem Araber der Begründer unserer heutigen Pferderassen. Zwar hat er einen Teil arabischen Blutes in sich, ist aber vom Typ und Charakter zum Araber sehr unterschiedlich. Der lange, konvexe Kopf, die ausgeprägte starke Brustmuskulatur, ein kurzer, massiver Hals und der Tiefangesetzte Schweif an der schrägen Kruppe lassen ihn quadratisch erscheinen. Mit einem Stockmaß von ca. 1,47 m – 1,57 m ist er relativ klein. Dieses Wüstenpferd erträgt große Hitze ebenso wie Kälte, braucht wenig Futter und liebt das Leben im freien. Vielleicht liegt es in seiner Vergangenheit als Kampferobertes Kriegspferd, dass auch der heutige Berber eine sehr starke Bindung zu Menschen eingeht. Gute Behandlung und Pflege dankt er mit Zuneigung, Treue und Mut. Seine damit einhergehende Ausgeglichenheit macht ihn zu einem idealen Familienpferd. Seiner natürlichen Veranlagung nach ausdauernd und zäh, ist er der beste Partner für Wanderreiter. Wer einmal einen Ausritt auf seinem weichen Rücken zurückgelegt, seine Trittsicherheit, seine manchmal verspielte Neugier und seinen gutmütigen Charakter dazu die ungewöhnliche Lernfähigkeit kennen gelernt hat, wird sich von “seinem Berber“ gar nicht mehr trennen wollen. Auch wenn der eigentlich ein “Barbe“ ist, wie in Tunesien die Kreuzung Araber-Berber genannt wird. Die Ursprungsrasse wird auch dort “Berber“ genannt.
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