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Seit der römischen Zeit verbindet der 6,5 km lange Wall die Insel mit dem Festland. Umgeben ist sie von mehreren kleinen Inseln und Felsen, die Zugvögel oft als Zwischenhalt und Winterquartier nutzen. Die Insel strahlt Ruhe und Sinnlichkeit aus, was sie zum Glücksfall für Abenteurer und Poeten macht, aber auch für ganz normale Touristen, die sich nach fremdländischer Exotik sehnen. Berühmt ist sie für Ihre Souks (Märkte) die vor Leben sprühen und in denen man gern herumspaziert, wie im Souk “Errbâa“ (Sonntagsmarkt) und im Souk der Goldschmiede in der Inselhauptstadt Houmt Souk.
Zur Insel gehören zahlreiche Fischereihäfen, El Kantara, Aghir und Ajim, wo auch ein Markt für Meerschwämme abgehalten wird. Das Kunsthandwerk ist auf Djerba mehr noch als anderswo in Tunesien eine lebendige Tradition. Männer und Frauen stellen weiterhin nach ältesten Regeln und wie in Vorzeiten Töpferwaren in allen nur möglichen Formen her; so in Guellala, das einer riesigen offenen Töpferwerkstatt gleicht. Auch Teppiche und Stoffe aller Art werden geknüpft und gewebt. Die bestickten Kissen “Ferrachia brodées“ und die herrlichen Decken “Batania“, wurden früher bis nach Schwarzafrika exportiert, im Austausch gegen Duftstoffe, Kupfergegenstände und Schmuck.
Trotz eines trockenen Klimas (150 – bis 200 mm Regen pro Jahr) bleibt Djerba bekannt für seine Jahrtausende alten Olivenkulturen (auf 17.000 ha stehen 800.000 Olivenbäume), seine süßen und besonders wohlduftenden kleinen Äpfel und die verschiedenen Weintraubensorten. Darüber hinaus werden Gerste (mit einem niedrigen Ertag: 30 kg pro ha), Luzerne und Linsen angebaut und natürlich gibt es Datteln, Feigen, Orangen und Zitronen.
Djerba hat etwa 120.000 Einwohner, alleine in der Hauptstadt Houmt Souk leben etwa 44.000 Menschen. In vielen Orten spricht man heute noch – neben dem Arabischen – die Berbersprache. Es gibt außerdem noch kleine und sehr alte jüdische Gemeinschaft
Im übrigen ist der größte Teil der Insel ein ländliches Gebiet, das durch Dörfer des Berberursprungs wie Mezraya, Ghizen, Tezdaine, Wersighen, Sedouikech, Ajim und Guellala besetzt wurden.
- Zwei Museen verdienen den Umweg: das Museum von Guellala, das Sie dem Kulturgut und den Traditionen Djerbas näher bringt, und das Museum von Houmt Souk, das Altertümer ausstellt.
- Krokodielfarm (umfasst etwa 400 Krokodile ) mit zusätzlichem traditionellem Museum (z.B.Schmuck)
- Felsen von Bourgou, alte Ruine einer römischen Stadt
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